Münchner China Filmtage 2014 COMING SOON

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Martial Arts Filme sind Trash! Martial Arts Filme sind Kult! Was ist eigentlich Martial Arts? Ach, Bruce Lee ist schon tot?! Ein Genre – Viele Fragen und Meinungen.

Die China Filmtage: Martial Arts versuchen nun all diesen Vorurteilen und Fragen rund um das Genre auf den Grund zu gehen. Denn so unterschiedlich die Auffassungen über das Martial Arts Kino auch sind, so sind diese Filme Teil des kulturellen Gedächtnisses Chinas und verbinden China, Hong Kong, Taiwan und die Welt. Beruhend auf Jahrhunderte-alten Geschichten steht das Martial Arts Genre in einer Kultur-und Literaturtradition, die am ehesten mit westlichen Ritter-und Drachensagen zu vergleichen ist. Aus diesem Grund widmen sich auch die Filmtage der historischen Perspektive des Martial Arts Kinos.

China Filmtage: Martial Arts ist eine vom Institut für Sinologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Konfuzius Institut München organisierte Filmwoche. Weitere Informationen zu den Veranstaltern finden Sie hier.

Ziel der China Filmtage ist die unterhaltsame und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit chinesischem Film.

Vom 12. bis 16. Juni 2013  sind im Münchner Monopol Kino sieben Meisterwerke der Martial Arts Filmgeschichte zu sehen. Den Auftakt bildet King Hus A Touch of Zen (1971), der das Genre wie kein zweiter Film geprägt und entworfen hat. Gleichzeitig begann mit ihm die erste internationale Blütezeit des Martial Arts Kinos. Darauf folgt The 36th Chamber of Shaolin (1978), der in der Hochphase dieser Blütezeit entstand und als Juwel innerhalb des Genres gilt.

Kein Martial Arts Filmfest wäre denkbar ohne Bruce Lee: Gezeigt werden daher Fist of Fury (1972) und The Way of the Dragon (1972). Beide Filme machten Lee zum globalen Superstar und das Martial Arts Genre zum globalen Phänomen.

Mit Hero (2002) beschritt Regisseur Zhang Yimou völlig neue Wege. Indem er einen der ersten Martial Arts Filme der Volksrepublik China im 21. Jahrhundert schuf, der von keinem geringeren als Quentin Tarantino für die internationale Filmbühne entdeckt wurde, trug er maßgeblich zu einem neuen Boom des Genres bei.

Natürlich darf auch das Lachen nicht zu kurz kommen: Kung Fu Hustle aus dem Jahr 2004 meistert durch seine humoristisch-groteske Art die Gratwanderung zwischen Trash und Kult, wie es Jackie Chan selten vermochte.

Das letzte Highlight der Filmtage bildet sicherlich Wong Kar-Wais aktueller Film The Grandmaster (2013). In freudiger Erwartung  dürfen wir verkünden, dass der Film im Rahmen einer Sondervorstellung noch vor dem offiziellen deutschen Kinostart gezeigt wird. The Grandmaster (2013) stellt die neueste Interpretation des Genres dar und weist auf eine mögliche Zukunft des Martial Arts hin.

Vor jedem Film werden die wichtigsten Informationen und Hintergründe in einer kurzen Einführung erklärt.

Für einen tieferen Einblick in die Thematik wird auch ein wissenschaftliches Rahmenprogramm angeboten. Prof. Dr. Hans van Ess (LMU München) spricht über die Ursprünge der Martial Arts Welt in den frühen chinesischen Geschichtsbüchern. Prof. Dr. Stefan Kramer (Universität Leipzig) gibt Einblick in die Ästhetik des chinesischen Martial Arts Films. Tim Trausch, M. A. (Universität Leipzig) skizziert Tendenzen und Entwicklungen in der Geschichte des Martial Arts Kinos.

Auf unserer Seite haben wir für Sie auch eine Auswahl an Literaturangaben vorbereitet, die Ihr Wissen über die Welt von Martial Arts und das chinesischen Kino zusätzlich erweitern können. Die Liste finden Sie hier.

Wir hoffen, dass Sie mit all diesen Erkenntnissen ausgestattet ein viel zitiertes, oftmals verrissenes aber immer fesselndes Genre neu für sich entdecken werden.

Wir wünschen eine gute Reise durch die Martial Arts Filmwelt!